Lernen in der Waldorfschule

Waldorfpädagogik will  die schöpferischen Kräfte der Kinder und Jugendlichen von Grund auf entfalten. So treten neben die individuell geforderten und geförderten Arbeiten jedes einzelnen Kindes und Jugendlichen die gemeinsamen Erlebnisse einer ganzen Klassengemeinschaft als wichtiges Lernfeld.
Unser pädagogisches Grundverständnis zielt auf einen alters- und entwicklungsgemäßen Unterricht. Daraus ergeben sich waldorfschul-typische Merkmale, die teilweise von staatlichen Regelschulen aufgegriffen wurden:

  • Kein Sitzenbleiben und dadurch stabile, „mitwachsende“ Klassenverbände,
  • Fremdsprachen ab der 1. Klasse,
  • Epochenunterricht, um eine stärkere Vertiefung und Konzentration im Lernprozess zu ermöglichen,
  • Leistungsdifferenzierung statt Leistungsselektion,
  • musische und künstlerisch-handwerkliche Fächer,
  • ausführliche Textzeugnisse und
  • Schulautonomie (Selbstverwaltung)

seien nur als einige Beispiele genannt.

Soll der Schüler lernen, muss auch der Lehrer ein Lernender sein

So ersetzen z.B. selbst gestaltete Epochenhefte weitgehend Lehrbücher oder vorgefertigte Unterrichtshilfen. Das erfordert ein erhöhtes Maß an Eigentätigkeit – vom Schüler wie vom Lehrer. Denn auch dieser muss einen Unterrichtsstoff immer wieder neu ergreifen und gestalten. Bevor er seinen Schülern etwas abverlangt, muss er selbst kreativ sein: Eine Lerngemeinschaft entsteht. Auch in den regelmäßigen wöchentlichen Konferenzen sowie Klassenkonferenzen arbeitet das Lehrerkollegium an der Erweiterung und Vertiefung pädagogischer Fragen.