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<Pressebericht xmlns:xsi="http://www.w3.org/2001/XMLSchema-instance"
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	<Zeitung>
		<Name>Eckernförder Zeitung</Name>
		<Kuerzel>EZ</Kuerzel>
		<Datum>2009-12-23</Datum>
	</Zeitung>
	<Inhalt>
		<Texte>
			<Ueberschrift1>Von Paradeis und Heil'ger Nacht</Ueberschrift1>
			<Text>
				<Fett>ECKERNFÖRDE</Fett>
				<Normal>Wer es nicht kennt, stutzt zunächst: Was ist das für eine Sprache, was für eine Mundart? Was sind es für ungewohnte Ritual, mit denen die Schauspieler am vergangenen Wochenende in der Waldorfschule gemessenen Schrittes die Zuschauer umwanderten? Das „Oberuferer Weihnachtsspiel“ ist ein Teil von Spielen biblischer Ereignisse, den Karl Julius Schröer in der Mine des 19. Jahrhunderts wieder entdeckt und veröffentlicht hat. Er fand diese mittelalterlich anmutende Art des Schauspiels in einem Dorf an der Donau, das zum größeren Teil von Deutschen (77%) und im übrigen von Ungarn bewohnt war. Die Ortschaft Oberufer wurde dann 1946 in die slowakische Stadt Bratislava eingemeindet.</Normal>
			</Text>
			<Text>
				<Normal>Rudolf Steiner, Begründer der Anthroposophie, entdeckte diese biblischen Spiele für sich und führte sie als Präsentation für die Schüler ein. Nun werden sie alljährlich in Waldorfschulen zur Weihnachtszeit vorzugsweise von den Lehrern aufgerührt. Was da groß, mit wallend weißen Haaren an Kopf und Kinn und mit dröhnend markanter Stimme als Gottvater auf der Bühne stand, war jüngst kein geringerer als Bernd Hadewig, Geschäftsführer der Eckernförder Waldorfschule. Auch alle übrigen Darsteller im „Paradeisspiel“ und im anschließenden „Christgeburt-Spiel“ sind im wirklichen Leben Pädagogen der Waldortschule, die mit ihrer Aufführung Schüler und Eltern zu Weihnachten beschenken wollten.</Normal>
			</Text>
			<Text>
				<Normal>Und es ist ein wirkliches Geschenk gewesen, denn dieser donauschwäbische Dialekt war sicherlich nicht einfach zu lernen und mit Soli, Chor und bereits erwähntem Schreitgesang schwer auf die Bühne zu bringen. Groß war die Anteilnahme im Publikum und erst recht die Freude, wenn es im Krippenspiel so richtig derbe zuging. Viel Raum nahmen dabei die wilden Hirten ein Sie stolperten, fielen und schlugen sich, schimpften, grölten und waren mit ihren Stöcken, Filzhüten und Zottelwesten so richtig ungehobelt. Hier war das biblische Spiel betont volkstümlich und wollte früher wie heute alle Zuschauer mit ins Boot holen. Auch hirtengemäßes Bibbern und Frieren in eiseskalter Nacht wurde wohlig ausgespielt. Nicht wesentlich, dass es in Bethlehem unter Palmen auch nachts eher milde ist. Das Publikum fühlte sich am Abend des letzten Schultages reich beschenkt und applaudierte herzlich. Nun sind Winterferien, und Weihnachten kann kommen.</Normal>
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			<Text>
				<Normal>Sylvia Meisner-Zimmermann</Normal>
			</Text>
		</Texte>
		<Fotos>
			<Foto>
				<Datei>091223e1.jpg</Datei>
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				<Unterschrift>
					<Fett>Waldorflehrer und -schüler</Fett>
					<Normal>standen gemeinsam auf der Bühne. SMZ</Normal>
				</Unterschrift>
			</Foto>
		</Fotos>
	</Inhalt>
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